Entstehungsgeschichte der „Kampfhunde“ / Mythen über die „Kampfhunde“

Die dunkle Geschichte der Kampfhunde begann im Mittelalter/Renaissance

Bullen-, Bären- und Hundekämpfe belustigten die Bevölkerung. Dem niederen Stand blieben die Kämpfe und das Töten der Ratten durch Hunde vorbehalten.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden Bull- und Terrierschläge für das abstoßende Vergnügen der Briten, den Hundekampf, gezüchtet.

Die Hunde mussten ihre Leistungsfähigkeit in der so genannten „Pit“ (Arena) zeigen, indem sie Raubzeug, insbesondere Ratten, vernichteten oder im Kampf Hund gegen Hund, dem „Dogfighting“, bestanden.

An den „Bloodsports“ hing viel Geld für die Besitzer, angefangen vom Startgeld bis hin zu den Wetteinsätzen. Allerdings wurden diese Hunde nur zur Aggression gegenüber ihren Artgenossen in der Kampfarena erzogen. Hunde, die ihre Halter bissen, waren wertlos und wurden entweder gleich getötet oder aus der Zucht genommen.

Die Presse und auch die Politik haben einen großen Beitrag zur Entstehung der Bezeichnung „Kampfhund“ geleistet, um Schlagzeilen zu erzielen und Aufmerksamkeit zu bekommen. Des Weiteren schafft Bekanntheit auch Absatzmärkte, und so wurde die Bezeichnung „Kampfhund“ verwendet, um Bücher, welche mit Kampfszenen und „Trainingsanleitungen“ illustriert waren, zu vermarkten. Außerdem wurde hier auch der Hundekampf verherrlicht.

Die Kategorie „Kampfhunde“ gibt es in den Rassengruppeneinteilungen der drei international maßgebenden kynologischen Verbände, der F.C.I. (Fédération Cynologique Internationale), des A.K.C.(American Kennel Club) und des K.C (The Kennel Club,England), nicht.

Wendepunkt im Jahr 2000

26. Juni 2000, Im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg zerfleischen zwei Pitbull Terrier den sechsjährigen Volkan K. auf einem Spielplatz an der Schule.

Keine 48 !!!! Stunden später präsentierte der damalige Hamburger Bürgermeister Ortwin R. eine mehrseitige Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Hunden und gab an, dies seien die schärfsten Vorschriften bundesweit.

Deutschlands Medien, allen voran die Bildzeitung, forderten Maßnahmen gegen diese „Killerbestien“. Es startete nun eine Hexenjagd par excellence. Was wurde dort vertuscht?